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Filesharing: Nach echten und falschen Rechtsanwälten mahnt jetzt schon der eigene PC ab

veröffentlicht am 16. April 2010

Dass (echte) Rechtsanwälte in der Vergangenheit in hoher Zahl Filesharer kostenpflichtig abgemahnt haben, ist bekannt. Gleichermaßen bekannt ist, dass Trittbrettfahrer sich als Rechtsanwälte ausgegeben haben, ohne als solche zugelassen zu sein. Wer glaubt, dass das alles nicht noch zu überbieten sei, der irrt: Jetzt mahnt Sie nämlich Ihr eigener PC ab. Wie das geht?

Wie Heise berichtet, haben mehrere Antivirenhersteller mitgeteilt, dass bestimmte Trojaner im Umlauf sind, die Nutzern des Betriebssystems Windows per Pop-up-Fenster darüber informieren, dass sich auf ihrem Computer illegale urheberrechtlicher Inhalte befänden. Der Clou: Dies ist häufig tatsächlich der Fall, da der Trojaner mit einem entsprechend aufgemachten Scanner den Festplatteninhalt des verseuchten PC durchsucht. Der Nutzer wird sodann über die existenzbedrohenden rechtlichen Folgen des Filesharings aufgeklärt und im Namen einer angeblichen Copyright-Initiative „ICPP Foundation“ aufgefordert, 400 US-Dollar zu zahlen, anderenfalls man die gesammelten Daten an ein Gericht zur strafrechtlichen Verfolgung weiterleiten würde.

Was wir davon halten? Das ist schon eine ziemlich lahmer Versuch, ohne jeglichen Aufwand Geld aus den Filesharer zu holen. Sie sollten auf derartige Unterfangen selbstverständlich nicht eingehen.