Archiv für die Kategorie „Gesetzgebung“
Freitag, 5. April 2013 von Rechtsanwalt Dr. Ole Damm | Fachanwalt für Gewerblichen Rechtsschutz und Fachanwalt für IT-Recht
Der Onlinehandel mit Lebensmitteln, Futtermitteln oder Saatgut, die als „ökologisch” oder „biologisch” gekennzeichnet sind (”Bio-Produkte”, vgl. Art. 1 Abs. 2 EU-VO 834/2007), ist nur dann zulässig, wenn zuvor eine Zertifizierung bei einer Öko-Kontrollstelle (vgl. hier) erfolgt ist. Gemäß Art. 28 Abs. 1 EU-VO 834/2007 muss jeder Unternehmer, der Bio-Produkte erzeugt, aufbereitet, lagert, aus einem Drittland einführt oder in den Verkehr bringt, vor dem Inverkehrbringen der Bioprodukte seine Tätigkeit den Behörden des Mitgliedstaates, in dem er seine Tätigkeit ausübt, mitteilen und sich dem Kontrollsystem unterstellen. (more…)
Schlagworte:Öko-Kontrollstelle, ökologisch, Bio, Bio-Produkte, biologisch, Lebensmittel, Onlinehandel, Zertifizierung Veröffentlicht in Fernabsatzrecht, Gesetzgebung, Heilmittel / Ernährung, Onlinehandel | Keine Kommentare »
Donnerstag, 14. März 2013 von Rechtsanwältin Katrin Reinhardt
Im Rahmen des Zweiten Gesetzes zur Änderung arzneimittelrechtlicher und anderer Vorschriften vom 29.10.2012 (hier) ist auch der für die Bewerbung von Arzneimittel- und Medizinprodukte wichtige § 11 HWG geändert worden. Durch ersatzlose Streichungen von § 11 Nr. 1 und Nr. 4 HWG ist es beispielsweise in der Öffentlichkeitswerbung nunmehr möglich außerhalb der Fachkreise für Arzneimittel, Verfahren, Behandlungen, Gegenstände oder andere Mittel mit Gutachten, Zeugnissen, wissenschaftlichen oder fachlichen Veröffentlichungen sowie mit Hinweisen darauf zu werben (früher: § 11 Nr. 1 HWG a.F.). Auch darf mit der bildlichen Darstellung von Personen in der Berufskleidung oder bei der Ausübung der Tätigkeit von Angehörigen der Heilberufe, des Heilgewerbes oder des Arzneimittelhandels geworben werden (”Weißkittel-Werbung”, früher: § 11 Nr. 4 HWG a.F.).
Schlagworte:Öffentlichkeitswerbung, Änderungen, Ärzte, Gutachten, Heilmittelwerbegesetz, HWG, Weißkittel, Werbung, zulässig, Zulässigkeit, Zweites Gesetz zur Änderung arzneimittelrechtlicher un Veröffentlicht in Gesetzgebung, Heilmittel / Ernährung | Keine Kommentare »
Donnerstag, 31. Januar 2013 von RA Jan A. Strunk | Fachanwalt für IT-Recht und Fachanwalt für Arbeitsrecht
Ein großer Wurf sieht anders aus. Die beabsichtigte gesetzliche Neuregelung zur Kostenerstattung bei urheberrechtlichen Abmahnungen durch das „Gesetz gegen unseriöse Geschäftspraktiken” erweist sich als Placebo. Lange ist nichts passiert, auch die Landtagswahl in Niedersachsen hat die Regierungskoalition im Bund vorsichtshalber noch passieren lassen. Nun aber soll sie also endlich doch kommen: Die “Abmahnung light”. Zum Einheitspreis von EUR 155,30 netto. (more…)
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Montag, 9. Juli 2012 von Rechtsanwältin Katrin Reinhardt
Wir hatten bereits berichtet, dass die regierenden Parteien CDU/FDP das neue Meldegesetz für den Adresshandel zu öffnen versuchten und betroffenen Bürger faktisch keine Möglichkeit zur Verfügung stehen würde, effektiv einer Weitergabe ihrer persönlichen Daten durch die Meldeämter an Adresshändler zu widersprechen. Corpus delicti ist das “Gesetz zur Fortentwicklung des Meldewesens” (vgl. unseren Bericht hier). Einige wenige Volksvertreter, die offensichtlich nicht der Live-Übertragung der Europameisterschaft folgen wollten, verschenkten innerhalb von 57 Sekunden, wie die Welt berichtet (hier) den Datenschutz der Wähler an den Adresshandel. Nunmehr wächst allerdings Widerstand, wie obiger kritischer Pressebericht und der des Nachrichtenmagazins Stern (hier) zeigt. Auch Verbraucherschutzministerin Aigner hat dem Gesetzesentwurf widersprochen (hier). Die Opposition will das Gesetz in seiner derzeitigen Form im Bundesrat stoppen und spricht von einer “Klientelpolitik”. Update: Mittlerweile will auch die Bundesregierung mit dem “heißen Eisen” nichts mehr zu tun haben (hier).
Schlagworte:Gesetz zur Fortentwicklung des Meldewesens Veröffentlicht in Gesetzgebung | Keine Kommentare »
Mittwoch, 4. Juli 2012 von Rechtsanwältin Katrin Reinhardt
Das “Gesetz zur Fortentwicklung des Meldewesens” (hier) nimmt ungeahnte datenschutzrechtliche Züge an, wie Golem (hier) berichtet. Ursprünglich war eine Opt-in-Lösung vorgesehen, nach welcher für die Weitergabe von Meldedaten an Dritte (z.B. Adresshändler) eine vorherige ausdrückliche Einwilligung des Betroffenen erforderlich war. Diese Lösung ist nunmehr einer Widerspruch-Lösung gewichen, so dass die Datenweitergabe an Adressunternehmen etc. der Normalfall wird. Der Hinweis des Portals Golem, dass auch ein ausdrücklicher Widerspruch aber nichts mehr nutzen wird, bezieht sich auf den Umstand, dass der Widerspruch von vornherein ausgeschlossen ist, wenn die Daten ausschließlich zur “Bestätigung oder Berichtigung bereits vorhandener Daten” verwendet werden. Der Terminus “vorhandene Daten” wird nicht näher erläutert, so dass auch Datenfragmente ausreichen dürften. (more…)
Schlagworte:Adresshändler, Gesetz, Gesetz zur Fortentwicklung des Meldewesens, Meldeamt, Meldewesen, Weitergabe, Widerspruch Veröffentlicht in Gesetzgebung | Keine Kommentare »
Samstag, 16. Juni 2012 von Rechtsanwältin Katrin Reinhardt
Der Referentenentwurf des Bundesministeriums der Justiz für Leistungsschutzrechte der Verlage (oder auch: Entwurf eines Siebenten Gesetzes zur Änderung des Urheberrechtsgesetzes) liegt vor (hier). Einem solchen Gesetzesvorhaben begegnete bereits vor dem jetzigen Entwurf gewichtige Kritik (vgl. Stellungnahme der GRUR, hier), die jedoch in dem Entwurf weitestgehend unbeachtet geblieben ist (vgl. die Analyse von Till Kreutzer, hier). Es sind folgende Änderungen des UrhG geplant: (more…)
Schlagworte:Entwurf, Gesetz, Gesetzesentwurf, Leistungsschutzrecht, Presseverleger, Referentenentwurf, Urheberrecht, Verlag Veröffentlicht in Gesetzgebung, Urheberrecht | Keine Kommentare »
Samstag, 7. Januar 2012 von Rechtsanwältin Katrin Reinhardt
Das Bundesministerium für Finanzen sperrt sich gegen die Anwendung der Entscheidung BFH, Urteil vom 12.05.2011, Az. VI R 42/10 (hier). Es handele sich um eine - wie eigentlich immer - “Einzelfallentscheidung” und für eine eindeutige, zuverlässige und rechtssichere Einschätzung der Erfolgsaussichten eines Zivilprozesses bzw. der Motive der Verfahrensbeteiligten stünden der Finanzverwaltung keine Instrumente zur Verfügung. Was wir davon halten? Diese Weisung ist natürlich bürgernah. Anstatt geeignete “Instrumente” zu schaffen - notwendig ist nach der Entscheidung des BFH allein der Ausschluss von Willkür, so dass eine Regelanrechnung die Folge sein sollte - kommt nunmehr nur derjenige in den Genuss der höchstrichterlichen Entscheidung, der sich durch alle Instanzen klagt. Zum Volltext des BMF-Schreibens vom 20.12.2011 - IV C 4 - S 2284/07/0031- 002 - (2011/1025909): (more…)
Schlagworte:außergewöhnliche Belastungen, BFM, Bundesfinanzministerium, Finanzbehören, Schreiben, Weisung, Zivilprozesskosten Veröffentlicht in Gesetzgebung, Steuern | Keine Kommentare »
Montag, 5. Dezember 2011 von Rechtsanwältin Katrin Reinhardt
Das Deutsche Patent- und Markenamt weist in einem Sonderpapier auf Änderungen der Internationalen Klassifikation von Waren und Dienstleistungen für die Eintragung von Marken (Klassifikation von Nizza) zum 01.01.2012 hin (hier). Es ist zu einer Neuregelung des Verzeichnisses hinsichtlich Nahrungsergänzungsmitteln und Lebensmittelzusatzstoffen gekommen, die Differenzierung zwischen Unterhaltungs- und Spielgeräten wurde aufgegeben et cetera. Große Erleichterung dürfte eingetreten sein, dass nunmehr auch Crashtest-Dummies und Cheeseburger im Warenverzeichnis berücksichtigt werden. Die Not war groß.
Schlagworte:2012, Änderungen, Anmeldung, Deutsches Patent- und Markenamt, DPMA, Januar, Klassifikation von Nizza, Marke, Markenanmeldung, Neuigkeiten, Waren- und Dienstleistungsverzeichnis Veröffentlicht in Gesetzgebung, Markenrecht | Keine Kommentare »
Freitag, 4. November 2011 von Rechtsanwalt Dr. Ole Damm | Fachanwalt für Gewerblichen Rechtsschutz und Fachanwalt für IT-Recht
Am 18.10.2011 wurde im EU-Amtsblatt die neue Textilkennzeichnungsverordnung veröffentlicht. Sie tritt am Montag, dem 07.11.2011 in Kraft, allerdings dürfen (Online-) Händler Textilerzeugnisse, die der Richtlinie 2008/121/EG entsprechen und vor dem 08.05.2012 in Verkehr gebracht werden, bis zum 09.11.2014 abverkaufen. Die Rechtslage nach dem derzeit geltenden Textilkennzeichnungsgesetz (TextilkennzG) ist überschaubar. Bei Matratzenteilen entfällt etwa die Kennzeichnungspflicht, so dass zukünftig nur noch Matratzenbezüge gekennzeichnet werden. Weiterhin entfällt die Textilkennzeichnungspflicht für sog. “textile Campingartikel”, so dass zukünftig nur noch Bezüge von Campingartikeln gekennzeichnet werden. Auch maßgeschneiderte Textilerzeugnisse, die von selbständigen Schneidern hergestellt wurden, müssen nicht mehr gekennzeichnet werden. (more…)
Schlagworte:Gesetz, Kennzeichnungspflicht, neues, Textilien, Textilkennzeichnungsgesetz, Textilkennzeichnungsverordnung Veröffentlicht in Gesetzgebung, Wettbewerbsrecht | Keine Kommentare »
Sonntag, 24. Juli 2011 von Rechtsanwältin Katrin Reinhardt
Als großer Erfolg wird derzeit die Annahme der neuen EU-Regeln zur Kennzeichnung von Lebensmitteln vermarktet (zur Presseerklärung). Sie führt zu einer veränderten Auszeichnungspflicht für Lebensmittelhersteller, die faktisch allerdings erst in fünf Jahren greifen wird. Zu den Änderungen gehört eine sog. “verpflichtende Nährwertbox”, welche in Zukunft den Energiegehalt sowie die Mengen an Fett, gesättigten Fettsäuren, Kohlenhydraten, Zucker, Eiweiß und Salz in einer lesbaren tabellarischen Form auf der Verpackung anzeigt. Diese Informationen müssen per 100g oder per 100 ml und können zusätzlich noch per Portion angegeben werden. Hinzukommt eine sog. “Allergenkennzeichnung”, die übrigens auch für unverpackte Lebensmittel in Restaurants oder Kantinen gilt. Hierzu gehören Hinweise, ob ein Produkt allergene Stoffe enthält. (more…)
Schlagworte:EU, Gesetz, Gesetzgebung, Lebensmittelkennzeichnung Veröffentlicht in Gesetzgebung | Keine Kommentare »
Freitag, 8. April 2011 von Rechtsanwältin Katrin Reinhardt
Die spanische Rechtsanwältin Maria Martin-Prat wird laut Heise am 16.04.2011 dass Urheberrechts-Referat der EU-Kommission übernehmen. Damit ist sie zukünftig maßgeblich an Projekten wie der Überarbeitung der EU-Richtlinie 2004/48/EG zur Durchsetzung der Rechte des geistigen Eigentums (IPRED) oder dem Abschluss des Anti-Piraterie-Abkommens (ACTA) verantwortlich. Pikant: Die Juristin war jahrelang für den Internationalen Verband der Musikindustrie (IFPI) tätig, seit 2004 dort sogar direkt mit Lobby-Arbeit befasst. Ihr sind Ausführungen zuzuordnen wie “Control of private copying is key for the fight against piracy (in particular on-line piracy) and for the development of new businesses models (e.g. pay per listen, pay to keep for a week, etc).” (ALAI-Konferenz 2001). Der Europaparlament-Abgeordnete Christian Engström (schwedische Piratenpartei) hat mit der Europaparlamentarierin Marietje Schaake (D66, holländische Liberale) eine offizielle Anfrage bei der EU-Kommission nach der Verträglichkeit einer solcher Personalie gestellt (”Does the Commission not see any problems in recruiting top civil servants from special interest organisations, especially when being put in charge of dossiers directly related to their former employers? If not, why not?”). Engström selbst konstatiert resigniert: “Welcome to the European Union, where the big business lobby organizations are calling most of the shots at the Commission, and where citizens are just seen as a nuisance to be ignored. I guess the only real news is that they don’t even bother to try to hide it any more.“
Schlagworte:EU-Kommission, Filesharing News+Recht, Maria Martin-Prat, P2P, Tauschbörse, Urheberrecht Veröffentlicht in Filesharing News+Recht, Gesetzgebung, Sonstige, Urheberrecht | Keine Kommentare »
Freitag, 18. März 2011 von Rechtsanwalt Dr. Ole Damm | Fachanwalt für Gewerblichen Rechtsschutz und Fachanwalt für IT-Recht
Ein Einkauf bei eBay zeichnet sich durch wenige Klicks bis zum Vorliegen eines rechtsverbindlichen Vertrags aus. Die Auktion galt und gilt als verbindliches Angebot. Wer als eBay-Verkäufer über die allgemeine Artikelbeschreibung hinaus einem bestimmten Bieter noch vor Vertragsschluss bestimmte gesetzliche Informationen übermitteln wollte, um etwa eine möglichst kurze Widerrufsfrist sicher zu stellen, der hatte bei eBay das Nachsehen. Nach einigen gesetzlichen und eBay-seitigen technischen Änderungen ist es dem Verkäufer nun zwar möglich, die wesentlichen Pflichtinformationen zeitnah nach Vertragsabschluss zu überreichen (”… alsbald, spätestens bis zur vollständigen Erfüllung des Vertrags, bei Waren spätestens bis zur Lieferung an den Verbraucher“). Doch nach dieser schweren Geburt kündigt sich neues Grauen an. Denn nunmehr soll der Verbraucher vor Vertragsschluss (aktiv) bestätigen, dass er u.a. bestimmte Kosteninformationen erhalten hat. Der entscheidende Passus der Hässlichkeit nach dem Referentenentwurf des Bundesministeriums der Justiz (dort S. 3): (more…)
Schlagworte:Änderung, § 312e Abs. 2 BGB, Bundesregierung, Button, Button-Lösung, eBay, eBay-Händler, Gesetz, Gesetzesentwurf, Novelle, Novellierung, Onlinehandel, Referentenentwurf Veröffentlicht in EBAY News+Recht, Gesetzgebung | Keine Kommentare »
Freitag, 4. März 2011 von Rechtsanwalt Dr. Ole Damm | Fachanwalt für Gewerblichen Rechtsschutz und Fachanwalt für IT-Recht
Am 02.03.2011 hat die Bundesregierung den “Entwurf eines Gesetzes zur Änderung telekommunikationsrechtlicher Regelungen” (hier) vorgelegt. Unter anderem werden aktuelle nationale verbraucherrechtliche Themen aufgegriffen. Hierzu gehören Regelungen zur Warteschleifenproblematik, zum Anbieterwechsel sowie zur vertragsunabhängigen Mitnahme der Mobilfunkrufnummer beim Wechsel des Anbieters. Hier einige Ausschnitte aus dem geplanten Gesetz: (more…)
Schlagworte:Anbieterwechsel, Anschluss, Anschlussumzug, Entwurf eines Gesetzes zur Änderung telekommunikations, Gesetzesentwurf, Regierung, Telekommunikationsgesetz, TKG, Umzug, Warteschleife Veröffentlicht in Gesetzgebung, Telekommunikation+Recht | Keine Kommentare »
Montag, 21. Februar 2011 von Rechtsanwältin Katrin Reinhardt
Nach dem Urteil des EuGH (Urteil vom 09.03.2010, Az. C-518/ 07) hat das Land Berlin offensichtlich Konsequenzen bei der staatlichen Aufsicht über die Berliner Datenschutzbehörde gezogen. Laut einer Mitteilung des Landesdatenschutzbeauftragten Dr. Alexander Dix, ist das Landesdatenschutzgesetz in Berlin (BlnDSG) derart geändert worden, dass die bisherige Rechtsaufsicht des Senats über den Berliner Landesdatenschutzbeauftragten gestrichen worden ist. Außerdem sind, so die Pressemitteilung vom 18.02.2011, öffentliche Stellen Berlins dazu verpflichtet, unverzüglich die Betroffenen und den Berliner Datenschutzbeauftragten zu informieren, wenn personenbezogene Daten jemandem unrechtmäßig bekannt geworden sind und dies zu schwerwiegenden Beeinträchtigungen der schutzwürdigen Interessen der Betroffenen führen kann. Statt der Benachrichtigung der Betroffenen kann u. U. der Datenschutzverstoß veröffentlicht werden. Eine solche Verpflichtung hatte der Bundesgesetzgeber schon 2009 für die Wirtschaft eingeführt.
Schlagworte:Aufsicht, Berlin, BlnDSG, Datenschutz, Datenschutzbeauftragter, Datenschutzgesetz, Datenschutzrecht, Kontrolle, unabhängig, Unabhängigkeit Veröffentlicht in Datenschutz News+Recht, Gesetzgebung | Keine Kommentare »
Dienstag, 5. Oktober 2010 von Rechtsanwalt Dr. Ole Damm | Fachanwalt für Gewerblichen Rechtsschutz und Fachanwalt für IT-Recht
Was im Eilverfahren durchgezogen wurde, soll nun nach Meldung der Electronic Frontier Foundation (EFF) - nach heftigen Protesten der Internetgemeinde - erst nach den Kongresswahlen im November 2010 stattfinden: Die Beratungen zum “Combating Online Infringement and Counterfeits Act” (COICA). Mit dem Gesetzesvorhaben soll das US-Bundesjustizministerum ermächtigt werden, auch international Access-Provider, welche dem illegalen Filesharing von Musikstücken, Filmen und dergleichen nicht “adäquat” Einhalt gebieten, bis hin zur Blockade negativ zu sanktionieren.
Schlagworte:COICA, Combating Online Infringement and Counterfeits Act, Filesharing News+Recht, P2P, Tauschbörse, USA Veröffentlicht in Filesharing News+Recht, Gesetzgebung, Urheberrecht | Keine Kommentare »
Freitag, 24. September 2010 von Rechtsanwältin Katrin Reinhardt
Wie das Bundesministerum der Justiz am 23.09.2010 verkündet hat, ist ein “schärferes Vorgehen gegen Internetfallen” geplant. Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger erklärte: “Internetfallen sind eine Plage geworden. Ich werde in den nächsten Wochen einen konkreten Gesetzentwurf erarbeiten, um wirksam dagegen vorzugehen. Immer häufiger verschleiern unseriöse Geschäftemacher die Kosten von Onlineangeboten. Bestimmte Internetleistungen werden beispielsweise als ‘gratis’ angepriesen, als unverbindliche Gewinnspiele oder als Möglichkeit zum Herunterladen von Freeware getarnt. Erst wenn die Rechnung ins Haus flattert, folgt dann das böse Erwachen. (more…)
Schlagworte:Abofallen, Bundesministerium der Justiz, Buttonlösung, Gesetz gegen Abofallen Veröffentlicht in Abo-Fallen, Gesetzgebung | Keine Kommentare »
Sonntag, 12. September 2010 von Rechtsanwalt Dr. Ole Damm | Fachanwalt für Gewerblichen Rechtsschutz und Fachanwalt für IT-Recht
Größeres Diskussionspotential dürfte in Zukunft das INDECT-Projekt der Europäischen Union wecken. Das Überwachungsprojekt soll zwar kein “global monitoring” irgendeiner Gesellschaft zum Ziel haben, doch ist unschwer erkennbar, dass ein solches Bündel an Werkzeugen zwangslos hierzu umfunktioniert werden kann. Zu der Beschreibung des Projekts hat sich auch die Piratenpartei kritisch geäußert. Die EU fasst ihre Ambitionen wie folgt zusammen: (more…)
Schlagworte:Übewachung, Big Brother, Datenschutz, EU, Europäische Gemeinschaft, INDECT, Monitoring, surveillance Veröffentlicht in Datenschutz News+Recht, Gesetzgebung | Keine Kommentare »
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