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Filesharing: Website www.kino.to polizeilich offline gestellt / Haben Nutzer von kino.to rechtliche Konsequenzen zu befürchten?

veröffentlicht am 9. Juni 2011

Nach einem Bericht der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverstößen (GVU) hat eine europaweit konzertierte Durchsuchungs- und Beschlagnahmeaktion gegen die Betreiber der Website www.kino.to stattgefunden. Die Website kino.to ist derzeit vollständig offline, nachdem auf ihr zuvor noch ein behördlicher Angstmacher zu lesen war (hier und hier). Nach einer witzigen einstweiligen Verfügung in Österreich hat man jetzt offensichtlich durchdachtere Maßnahmen ergriffen. (Zumindest zeitweise offline war gestern allerdings auch die Website der GVU [www.gvu.de]. Möglicherweise hatte sich das flüchtige 14. Mitglied der Kino.to-Belegschaft mit der Auslösung einer DDoS-Attacke für das Spektakel der Staatsmacht bedankt. Update: Wir lagen nicht ganz so falsch. Allerdings hat sich die Gruppe Anonymous zu dem „Anschlag“ bekannt.

Wer nun in der Vergangenheit im soeben geschlossenen Streamodrom heimlich das Filmwerk „Der Schrei nach Leben – Die Ameisen“ oder sonstiges fremdes Geistiges Eigentum erlaubnisfrei genossen hat, und nunmehr wegen der obigen polizeilichen Drohung schlaflos der Sicherungsverwahrung entgegenfiebert, der mag sich an unsere Kanzlei wenden. Doktor Damm hilft den derart an Leib und Seele Geschundenen. Eine urheberrechtliche Verantwortlichkeit der Nutzer von www.kino.to ist keineswegs zwingend (hier).

Update für unsere „erschütterten“ Kritiker, die den feinen ironischen Zug unserer Erklärung nicht wahrgenommen haben (in Ihrer Kanzlei möchten wir auch nicht arbeiten): Erfahrungsgemäß wird kaum einer der Nutzer von kino.to  schlaflos und fiebernd auf irgendetwas warten. Und wer sich doch um seine Zukunft sorgt, der sei beruhigt, dass eine Strafe welcher Natur auch immer nicht zwangsläufige Folge seines Tuns ist. Dass wir die richtige Adresse in diesem Fall sind, mag die (krittelnden) Kollegen schmerzen, entspricht aber den Tatsachen.

Update: Lesenswert zu diesem Thema die Kollegen von Lampmann Behn Rosenbaum aus Köln (hier). Dort wird tendenziell „die andere Seite“ vertreten.