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Künftig keine dynamischen Inhalte mehr auf Webseiten?

veröffentlicht am 26. Oktober 2009

Aus dem Giftschrank von Eolas Technologies ist kürzlich wieder das US-Patent mit der Nr. 5,838,906 entstiegen. In Gebrauch hat es nunmehr der Kollege McKool (sic!), der mit dem Patent nahezu gegen die gesamte namhafte US-Softwareindustrie zu Felde zieht. Seit Anfang Oktober 2009 verklagt McKool’s Kanzlei für Eolas Technologies 23 US-Konzerne, darunter Adobe, Amazon, Apple, eBay, Google, Sun Microsystems, Texas Instruments und Yahoo und beruft sich auf dasselbe Patent und weitere, ähnliche Schutzrechte, die allesamt eine Technologie betreffen, wie der Onlinedienst Golem zu berichten weiß: Ein patentiertes Verfahren zur Einbettung und Anzeige dynamischer Inhalte in Webseiten. Brisant: Bereits im August 2003 war Microsoft von einem Bezirksgericht in Chicago wegen Verletzung des Patents zu einer Zahlung von rund 520 Mio. US-Dollar verurteilt worden. Manch einer wird sich nun ratlos fragen, ob er angesichts der düsteren Nachrichten nicht eine kleinere Reserve zur Prozessfinanzierung auf Seite legen sollte.

Dies Frage stellen sich nach Auffassung von Eolas zu Recht zumindest die Softwaredienstleister, welche die großen Softwarekonzerne beliefert haben. McKool: „Mag sein, dass viele von ihnen Verträge [Der Verf.: Google & Co.] mit Softwaredienstleistern haben, die sie vor der Haftung schützen, doch dann müssen eben diese die Kosten tragen„. Dem gemeinen Blogger soll dagegen keine Unbill ins Haus stehen, weil es zu unwirtschaftlich wäre, hier rechtliche Schritte zu unternehmen. (JavaScript-Link: Golem).