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Artikel-Schlagworte: „SUPERillu“

OLG Karlsruhe: Die Marke “Illu” wird durch den Vertrieb der Zeitschrift “SUPERIllu” rechtserhaltend benutzt

Mittwoch, 23. Februar 2011 von Rechtsanwalt Dr. Ole Damm | Fachanwalt für Gewerblichen Rechtsschutz und Fachanwalt für IT-Recht

OLG Karlsruhe, Urteil vom 26.01.2011, Az. 6 U 27/10 - nicht rechtskräftig
§ 26 Abs. 3 S. 1 MarkenG

Das OLG Karlsruhe hat entschieden, dass die Marke “Illu” durch die Herausgabe der Zeitschrift “SuperIllu” rechtserhaltend genutzt wird und dementsprechend gegenüber dem Inhaber der prioritätsälteren Marke “SUPERILLU” Löschungsansprüche bestehen. Zitat: “c) Die Benutzung von “SUPERillu” stellt eine rechtserhaltende Benutzung der Streitmarke “ILLU” dar. Es handelt sich um die Benutzung in einer von der Eintragung abweichenden Form, ohne dass die Abweichung den kennzeichnenden Charakter der Marke veränderte, § 26 Abs. 3 S. 1 MarkenG. Maßgeblich ist, ob der Verkehr das abweichend benutzte Zeichen gerade bei Wahrnehmung der Unterschiede dem Gesamteindruck nach noch mit der eingetragenen Marke gleichsetzt, d.h. in der benutzten Form noch dieselbe Marke sieht (BGH GRUR 2009, 772 Rz. 39 - Augsburger Puppenkiste; GRUR 2008, 714 Rz. 27 - idw). Bei der Hinzufügung eines Zeichenbestandteils (hier: SUPER) kommt es darauf an, dass der Verkehr den hinzugefügten Bestandteilen keine maßgebende eigene kennzeichnende Wirkung beimisst (BGH GRUR 2008, 616 Rz. 12 - AKZENTA m.w.N.).” Der Senat hat die Revision zugelassen. Zum Volltext der Entscheidung:

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OLG Naumburg: Keine Verwechselungsgefahr zwischen dem Zeitschriftentitel “SUPERillu” und “illu der Frau”

Samstag, 4. September 2010 von Rechtsanwältin Katrin Reinhardt

OLG Naumburg, Urteil vom 03.09.2010, Az. 10 U 53/09
§§ 14; 15 MarkenG

Das OLG Naumburg hat entschieden, dass zwischen dem Zeitschriftentitel “illu der Frau” und der Marke “SUPERillu” keine Verwechslungsgefahr besteht. Das LG Magdeburg hatte nach Klage des die “SUPERillu” veröffentlichenden Verlages einem Mitbewerber die Nutzung des Zeitschriftentitels “illu der Frau” untersagt, da der Verbraucher mit “SUPERillu” gedanklich einen bestimmten Verlag verbinde. Dies sah der Senat anders. Eine den Zeitschriftentitel prägende Wirkung komme dem Wortbestandteil “illu” als Abkürzung für “Illustrierte” nicht zu. Bei der Beurteilung der Kennzeichnungskraft des Zeichens “SUPERillu” sei zu berücksichtigen, dass zwischenzeitlich auch andere Zeitschriften mit dem Wortbestandteil “illu” auf den Zeitschriftenmarkt gekommen seien. Der Verbraucher sei an einander ähnelnde Zeitschriftentitel auch gewohnt und achte auf Unterschiede. Er schließe nicht von einem ähnlichen Titel auf denselben Verlag.


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