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Mittwoch, 31. Oktober 2012 von Rechtsanwalt Dr. Ole Damm | Fachanwalt für Gewerblichen Rechtsschutz und Fachanwalt für IT-Recht
OLG Bremen, Urteil vom 05.10.2012, Az. 2 U 49/12
§§ 3, 4 Nr. 11 UWG, 308 Nr. 1 BGB, Art. 246 § 1 Nr. 10 EGBGB
Das OLG Bremen hat entschieden, dass der Hinweis “Voraussichtliche Versanddauer: 1 -3 Werktage“, wie schon die Angabe der Lieferzeit mit “in der Regel … Werktage” (hier und hier), intransparent und damit wettbewerbswidrig ist. Zitat: “Mit der Angabe “Voraussichtliche Versanddauer: 1-3 Werktage” behält sich die Beklagte eine nicht hinreichend bestimmte Frist für die Erbringung der Leistung vor.” Das Verfahren hatte unsere Kanzlei auf Seiten des obsiegenden Klägers in 1. und 2. Instanz betrieben, nachdem der hiesige Beklagte den Kläger zuvor (auf Grund einiger üblicher Fehler bei den gesetzlich geforderten Verbraucherinformationen) hatte kostenpflichtig abmahnen lassen. Es dürfte erhebliche Auswirkungen auf den Onlinehandel bei Amazon, aber auch eBay haben. Bei eBay findet sich der von eBay vorgegebene Passus “Lieferung: Voraussichtlich innerhalb von 2-3 Werktagen nach Zahlungseingang“, der allerdings noch mit der Grafik eines Fragezeichens versehen ist. Klickt man dieses Fragezeichen an, öffnet sich ein Pop-up-Fenster mit dem Hinweis: “Die Angaben zur voraussichtlichen Lieferdauer - wird in einem neuen Fenster oder in einem neuen Reiter geöffnet basieren auf der vom Verkäufer angegebenen Bearbeitungszeit, der ausgewählten Versandart und der ausgewählten Zahlungsmethode - wird in einem neuen Fenster oder in einem neuen Reiter geöffnet. Die konkrete Transportdauer hängt vom Absendeort und Lieferort ab, insbesondere während der Spitzenzeiten.” Ob dies ausreicht, wird sich zeigen. Zum Volltext der Entscheidung:
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Schlagworte:Lieferzeit, Oberlandesgericht Bremen, OLG Bremen, Urteil, Versand, Versandangabe, voraussichtlich, voraussichtlich 1 -3 Werktage, Werktage Veröffentlicht in AMAZON News+Recht, EBAY News+Recht, Urteile & Beschlüsse, Wettbewerbsrecht | Keine Kommentare »
Donnerstag, 28. Juni 2012 von Rechtsanwalt Dr. Ole Damm | Fachanwalt für Gewerblichen Rechtsschutz und Fachanwalt für IT-Recht
LG Wiesbaden, Urteil vom 07.12.2011, Az. 11 O 29/11
§ 3 UWG, § 4 Nr. 11 UWG, § 8 Abs. 2 Nr. 2 UWG, § 43 AMG, § 11a ApoG
Das LG Wiesbaden hat entschieden, dass die Abgabe apothekenpflichtiger Arzneimittel nur durch Apotheken erfolgen darf. Zwar dürfe sich der Apotheker für den Versand solcher Arzneimittel eines Logistik-Unternehmens bedienen, jenes dürfe allerdings nicht den Anschein erwecken, selbst die Arzneimittel zu vertreiben. Im letzteren Fall liege ein nicht erlaubtes In-den-Verkehr-bringen von Arzneimitteln durch Dritte vor. Dies sei auch dann der Fall, wenn das Drittunternehmen durch seine Werbung den Eindruck erwecke, dass Arzneimittel direkt dort bestellt und erworben werden könnten. Dies würde der gesetzlich vorgesehen Alleinverantwortlichkeit der Apotheken zuwider laufen. Zum Volltext der Entscheidung:
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Schlagworte:apothekenpflichtig, Arzneimittel, Bestellung, Landgericht, LG, Logistik, Online, Versand, Versandhandel, Vertrieb, Wiesbaden Veröffentlicht in Arzneimittelgesetz, Urteile & Beschlüsse, Werbung, Wettbewerbsrecht | Keine Kommentare »
Montag, 26. September 2011 von Rechtsanwalt Dr. Ole Damm | Fachanwalt für Gewerblichen Rechtsschutz und Fachanwalt für IT-Recht
BGH, Urteil vom 14.04.2011, Az. I ZR 129/09
§ 4 Nr. 11 UWG; 21 Abs. 2 Nr. 1 AMG, § 43 Abs. 1 S. 1 AMG
Der BGH hat entschieden, dass die Erlaubnis für den Versand apothekenpflichtiger Arzneimittel sich auch auf vom Apother selbst hergestellte Mittel, so genannte Defekturen (= im Voraus hergestellte Arzneimittel) erstreckt. Dies sei von der Regelung “im Rahmen des üblichen Apothekenbetriebs” erfasst. Im Übrigen sehe die gesetzliche Regelung für den Versandhandel mit Defekturarzneimitteln keine Beschränkung auf einen bestimmten räumlichen (Einzugs-)Bereich vor. Zum Volltext der Entscheidung:
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Schlagworte:Apotheke, Arzneimittel, BGH, Bundesgerichtshof, Defektur, Erlaubnis, Versand Veröffentlicht in Arzneimittelgesetz, Urteile & Beschlüsse, Wettbewerbsrecht | Keine Kommentare »
Freitag, 25. Februar 2011 von Rechtsanwalt Dr. Ole Damm | Fachanwalt für Gewerblichen Rechtsschutz und Fachanwalt für IT-Recht
LG Bonn, Beschluss vom 21.07.2010, Az. 30 O 75/10
§§ 3; 4 Nr. 11 UWG; § 307 BGB
Das LG Bonn hat die Klausel “Versandkosten für Inseln oder EU-Ausland bitte unter Angabe der Adresse erfragen” für wettbewerbswidrig befunden. Damit reichert sich die heterogene Rechtsprechung zum Thema “Angabe von Auslandsversandkosten” an (s. Übersicht). Das KG Berlin und das LG Lübeck sahen hierin bislang lediglich eine Bagatelle, das OLG Hamm, LG Augsburg, LG Fulda und nunmehr auch das LG Bonn sehen hierin einen offensichtlich erheblichen Wettbewerbsverstoß.
Schlagworte:Ausland, Auslandsversandkosten, Bagatelle, bagatellhaft, Bonn, Landgericht, LG, PAngV, PAngVO, Preisangabenverordnung, Urteil, Versand, Versandkosten, wettbewerbswidrig Veröffentlicht in Urteile & Beschlüsse, Wettbewerbsrecht | Keine Kommentare »
Mittwoch, 21. Juli 2010 von Rechtsanwältin Katrin Reinhardt
OLG Hamm, Urteil vom 22.04.2010, Az. I-4 U 205/09
§ 5 UWG
Das OLG Hamm hat entschieden, dass die Bewerbung von Markenprodukten, in diesem Fall Matratzen, wettbewerbswidrig ist, wenn die Lieferbarkeit des beworbenen Produkts nicht sichergestellt ist und auf diesen Umstand in der Werbung auch nicht hingewiesen wird. Ein insofern kommentarloses Angebot im Internet erwecke beim Verbraucher die Vorstellung, dass das Produkt verfügbar sei und unverzüglich versandt werden könne. Treffe dies nicht zu, liege eine Irreführung vor. Zum Volltext:
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Schlagworte:Hamm, irreführend, Irreführung, lieferbar, Lieferbarkeit, Markenprodukt, Oberlandesgericht, OLG, unverzüglich, Versand, Werbung Veröffentlicht in Urteile & Beschlüsse, Werbung, Wettbewerbsrecht | Keine Kommentare »
Dienstag, 1. Juni 2010 von Rechtsanwältin Katrin Reinhardt
KG Berlin, Beschluss vom 13.04.2010, Az. 5 W 62/10
§§ 3 Abs. 1, 4 Nr. 11 UWG; § 1 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2, Satz 2, 3, Abs. 6 PAngV
Das KG Berlin hat entschieden, dass es einen bloßen Bagatellverstoß darstellt, wenn trotz der Angabe “Versand nach: Europa” nur Informationen über die Höhe der Versandkosten in Deutschland gegeben werden. Zwar bestätigte das Gericht, dass Käuferinteressen ernstlich betroffen weden, wenn im Einzelfall die Versandkosten nicht berechnet werden können. Im streitigen Fall war der Verstoß dennoch als Bagatelle zu behandeln, weil sich der Antragsgegner mit seinem deutschsprachigen Internetauftritt in erster Linie an Inländer wende. Über die Versandkosten im Inland werde ausreichend informiert. Fälle, in denen die Ware ins europäische Ausland (z.b. als Geschenk) versandt werden soll, oder Deutschsprachige aus dem Ausland bestellen, dürften seltene Ausnahmen darstellen. Außerdem werde der Auslandsversand vom Verbraucher in der Regel als besondere Zusatzleistung angesehen, für welche man sich gesondert beim Anbieter nach einer Möglichkeit im Einzelfall und den Kosten erkundigen müsse. Eine gesonderte Preisaufstellung im Voraus für jede Ware und jedes europäische Land (einschließlich etwaiger Zollabgaben außerhalb der Europäischen Gemeinschaft) sei zudem mit einem unverhältnismäßigen Aufwand - auch hinsichtlich des Platzes auf den Internetseiten - verbunden.
Schlagworte:Angabe, Ausland, Auslandsversand, Berlin, Kammergericht, KG, Versand, Versandkosten Veröffentlicht in Onlinehandel, Urteile & Beschlüsse, Wettbewerbsrecht | Keine Kommentare »
Mittwoch, 19. Mai 2010 von Rechtsanwältin Katrin Reinhardt
LG Fulda, Beschluss vom 17.03.2010, Az. 7 O 26/10
§§ 3, 4 Nr. 11 UWG, § 1 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2, Satz 2 PAngV
Das LG Fulda hat entschieden, dass die fehlende Angabe etwaig anfallender Auslandsversandkosten bzw. einer Berechnungsmethode für die entstehenden Kosten bei angebotenem Versand ins Ausland wettbewerbswidrig ist. Als eine Bagatelle wurde der Verstoß, wie z.B. in der Vergangenheit vom KG Berlin, LG Lübeck oder dem LG Augsburg, nicht angesehen. Damit schließt sich das LG Fulda im Ergebnis der Rechtsprechung des OLG Hamm an, welches ausführte, dass durch den Verstoß der Verbraucher irregeführt werde und die Möglichkeit eines richtigen Preisvergleiches hierdurch erheblich erschwert werde. Eine Übersicht über die Rechtsprechung finden Sie hier.
Schlagworte:Angabe, Ausland, Bagatelle, Berechnung, Fulda, Landgericht, LG, Versand, Versandkosten, wettbewerbswidrig Veröffentlicht in Urteile & Beschlüsse, Wettbewerbsrecht | Keine Kommentare »
Freitag, 14. Mai 2010 von Rechtsanwalt Dr. Ole Damm | Fachanwalt für Gewerblichen Rechtsschutz und Fachanwalt für IT-Recht
LG Arnsberg, Beschluss vom 14.04.2010, Az. I-9 O 26/10
§§ 3; 4 Nr. 11 UWG; §§ 307 ff. BGB
Das LG Arnsberg hat entschieden, dass die bei eBay verwendete Erklärung “Ware, die am Lager ist, kommt i.d.R. innerhalb von spätestens 2 Tagen zum Versand” wettbewerbswidrig ist. Es wurde ein nicht näher erläuterter Verstoß gegen die §§ 307 ff. BGB (AGB-Recht) angenommen, wobei mehrere Argumentationen den Wettbewerbsverstoß stützen würden. Bemerkenswert ist, dass das LG Arnsberg für sieben Wettbewerbsverstöße einen Gesamtstreitwert von 15.000,00 EUR annahm; dies entspricht einem Streitwert von lediglich bis zu 2.500,00 EUR je Verstoß.
Schlagworte:Abmahnung, Arnsberg, Beschluss, eBay, Enzmann, Landgericht, LG, LG Arnsberg, Lieferfrist, Onlineshop, Streitwert, Versand Veröffentlicht in AGB News+Recht, Streitwert, Urteile & Beschlüsse, Wettbewerbsrecht, Widerrufsrecht, ZPO / GVG | Keine Kommentare »
Dienstag, 20. April 2010 von Rechtsanwältin Katrin Reinhardt
LG Dresden, Urteil vom 30.10.2009, Az. 42 HKO 36/09
§ 7 Abs. 2. Nr. 3 UWG
Das LG Dresden hat entschieden, dass nicht nur die Zusendung von unerwünschter E-Mail-Werbung (Spam), sondern auch der nicht gewollte Erhalt von Newslettern abgemahnt werden kann. Auch für die Versendung von Newslettern stellte das Gericht klar, dass eine eindeutige EInwilligung des Empfängers vorliegen müsse. Ein konkludentes Einverständnis - z.B. durch Weitergabe oder Veröffentlichung der E-Mail-Adresse - reiche nicht aus. Das Vorliegen einer wirksamen Einwilligung sei vom Versender nachzuweisen. Ebenso habe der Versender dafür zu sorgen, dass keine fehlerhaften Eingaben oder Speicherungen in seiner Verteilerdatenbank entstehen. Das versehentliche Verschicken eines unerwünschten Newsletters sei ebenso abmahnfähig wie die absichtliche Versendung. Um eine Bagatelle handele es sich bei der Versendung von E-Mail-Werbung oder Newslettern ohne Einverständnis des Empfängers jedenfalls nicht. Der Streitwert für das Verfahren wurde auf 7.500 EUR festgesetzt.
Schlagworte:Abmahnung, Dresden, Landgericht, LG, Newsletter, Spam, Streitwert, unerwünscht, Unterlassung, Versand Veröffentlicht in Streitwert, Urteile & Beschlüsse, Werbung | Keine Kommentare »
Mittwoch, 10. Februar 2010 von Rechtsanwältin Katrin Reinhardt
Laut einer Studie von eResult aus dem Oktober 2009 zur Frage, wie Onlinehändler den häufigen Streit mit dem Verbraucher um die Rücksendekosten vermeiden können, kamen das Institut zu überraschenden Antworten, u.a.: “Wird in einem Online-Shop die Variante angeboten, dass nur bei Rücksendung Versandkosten in Rechnung gestellt werden, dann würden gut 40% ganz sicher auf Auswahlbestellungen verzichten und immerhin noch ca. 30% zumindest vielleicht. Also insgesamt wären mehr als 70% zumindest eventuell bereit, auf Auswahlbestellungen zu verzichten.” Weitere Auszüge zur Studie finden Sie bei eResult (JavaScript-Link: Studie). Auf die Studie hingewiesen hatte der Shopbetreiber-blog.
Schlagworte:eResult, Kosten, Rücksendekosten, Rücksendung, Studie, Verbraucher, Versand, Versandkosten Veröffentlicht in Onlinehandel, Studie | Keine Kommentare »
Dienstag, 25. August 2009 von Rechtsanwältin Katrin Reinhardt
OLG Hamm, Urteil vom 02.07.2009, Az. 4 U 73/09
§§ 8, 3, 4 Nr. 11 UWG; 1 Abs. 2 PAngV
Das OLG Hamm hat entschieden, dass die Angabe von Versandkosten, speziell beim Vertrieb von Möbeln, mittels einer Kubikmeterangabe wettbewerbswidrig ist. Im entschiedenen Fall bot die Antragsgegnerin in ihrem Onlineshop Möbel mit der Kosteninformation “Kleinmöbel, Dekoartikel, Stühle 5,00 € 10,00 €; Möbel bis 0,5 m³ 15,00 € 20,00 €; Möbel über 0,5 m³ 20,00 € 30,00 €” an. Erst im Laufe des Bestellvorganges, nachdem der Kunde Artikel in den Warenkorb eingelegt hat, wird eine konkrete Berechnung der Versandkosten vorgenommen und angezeigt. Dies sei jedoch nach Auffassung des Gerichts zu spät. Der Kunde müsse bereits vor Einleitung eines Bestellvorgangs die konkreten Kosten einschließlich der Versandkosten erkennen können, um adäquate Preisvergleiche vornehmen zu können. Die von der Antragsgegnerin gemachten Angaben seien nicht transparent genug. Bei einer Staffelung von Versandkosten nach bestimmten Kriterien wie z.B. Kubikmeter seien die Angaben so zu tätigen, dass der Kunde sich die Versandkosten leicht und eindeutig selbst errechnen kann.
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Schlagworte:Hamm, Möbel, Oberlandesgericht, OLG, Onlineshop, Preisangabe, Preisangabenverordnung, Versand, Versandkosten Veröffentlicht in Onlinehandel, Urteile & Beschlüsse, Verbraucherschutz, Wettbewerbsrecht | Keine Kommentare »
Freitag, 17. Juli 2009 von Rechtsanwältin Katrin Reinhardt
BGH, Urteil vom 16.07.2009, Az. I ZR 140/07
§§ 3, 5 UWG
Der BGH hat deutlich gemacht, dass auch auf Preissuchmaschinen (Preisvergleichslisten) wie froogle.de die Preisangabenverordnung einzuhalten und demnach die Versandkosten anzugeben sind. Geklagt hatte ProMarkt gegen MediaOnline. In dem der Entscheidung zugrunde liegenden Fall hatte mediaonline seine Waren in die Preissuchmaschine “froogle.de” eingestellt, ohne bei dem jeweiligen Preis die Versandkosten einzubeziehen. Erst nach Anklicken des Angebots öffnete sich eine eigene Seite des Anbieters, auf der neben dem Preis des Produkts die Versandkosten angegeben waren. Ein sprechender Link des Typs “Versandkosten” o.ä. fehlte. (more…)
Schlagworte:BGH, Bundesgerichtshof, Froogle, froogle.de, Kosten, PAngV, Preisangaben, Preise, Preissuchmaschine, Preisvergleichsliste, Suchmaschine, Urteil, Versand, Versandkosten Veröffentlicht in Urteile & Beschlüsse, Wettbewerbsrecht | Keine Kommentare »
Samstag, 13. Juni 2009 von Frank Weyermann
eBay plant für den 15.06.2009 einige grundlegende Neuerungen unter dem claim “eBay neu erleben”. Besonders bedacht ist man darauf, den Kaufprozess zu vereinfachen. Hierzu gehört eine neue Artikelseite, ein neues Angebotsformat (Produkte mit mehreren Varianten), neue eBay-Produktseiten, die neue Funktion “Häufige Kundenanfragen”, ein neuer eBay-Rücknahmeprozess (mit dem die Rückgabe eines Artikels bequem und übersichtlich direkt über das eBay-System abgewickelt und dokumentiert werden kann), eine verbesserte Versandnachverfolgung und der kostenlose Versand in einigen Unterkategorien (JavaScript-Link: Onlinemarktplatz).
Schlagworte:2009, Angebotsformat, eBay, eBay neu erleben, Funktionen, häufige Kundenanfragen, Juni, neue, Onlinemarktplatz, Produktseiten, Versand Veröffentlicht in EBAY News+Recht | Keine Kommentare »
Freitag, 17. April 2009 von Rechtsanwältin Katrin Reinhardt
Nachdem die Handelsplattform eBay in der Vergangenheit bereits Versandkostenlimits in bestimmten Kategorien eingeführt hatte (wir berichteten hier), sind nunmehr die Versandkosten in vielen Bereichen komplett abgeschafft worden, worauf Axel Gronen hinweist (JavaScript-Link: Gronen). Ab dem 15.06.2009 müssen sowohl gewerbliche als auch private Verkäufer in verschiedenen Unterkategorien der Bereiche Kleidung & Accessoires, Audio & Hi-Fi, Foto and Camcorder, Computer, TV, Video & Elektronik, Handy & Organizer sowie PC- & Videospiele auf die Erhebung von Versandkosten verzichten (JavaScript-Link: eBay). Damit sollen mehr Käufer auf den Internetmarktplatz gelockt werden. Auch wenn dies funktionieren sollte, bleibt die Frage, ob das Angebot bei eBay weiterhin so vielfältig bleibt. Mit der neuen restriktiven Regelung könnte eine Abwanderung vieler (gewerblicher) Händler einhergehen.
Schlagworte:Anbieten, Angebot, eBay, kostenlos, Versand, Versandkosten, Zwang, Zwangsverpflichtung, zwangsweise Veröffentlicht in EBAY News+Recht | Keine Kommentare »
Mittwoch, 25. März 2009 von Rechtsanwältin Katrin Reinhardt
LG Bochum, Urteil vom 10.02.2009, Az. I-12 O 12/09
§§ 3, 4 Nr. 11, 5, 8 UWG, § 1 Abs. 2 PreisangV, §§ 477, 474, 477 BGB
Das LG Bochum hat einem eBay-Händler von Parfümflaschen verboten, den Versand in das Ausland anzubieten, ohne vor Einleiten des Bestellvorgangs die Höhe der Versandkosten in das Ausland anzugeben und/oder alternativ „versicherten” und „unversicherten” Versand anzubieten, wobei für den versicherten Versand höhere Versandkosten angegeben werden und/oder im Rahmen der Produktbeschreibung den folgenden Hinweis anzubringen: „Garantie - Echtheitsgarantie: die Echtheit aller von uns angebotenen Waren wird hiermit ausdrücklich garantiert! Sämtliche Waren in unserem Sortiment sind 100 % Originalwaren.” Der Streitwert des Verfahrens wurde auf 14.000,00 EUR festgesetzt. (more…)
Schlagworte:Ausland, Auslandversand, Bochum, echt, Echtheit, Echtheits-Garantie, Garantie, gefälscht, Landgericht, LG, Markenware, Original, Urteil, Versand, Versandrisiko Veröffentlicht in Sonstige, Urteile & Beschlüsse, Wettbewerbsrecht | Keine Kommentare »
Dienstag, 24. März 2009 von Frank Weyermann
Die eBay-Plattformen in Belgien, Frankreich, Spanien, Polen und Holland haben nach einer Mitteilung von onlinemarktplatz.de bekanntgegeben, dass ab dem Monat April der Gratisversand noch mehr Gewicht bekommen wird. So werde durch das Anbieten des kostenfreien Versands die Artikeleinstellung im Suchergebnis eine bessere Position erreichen. Die Position der Artikelanzeigen im Suchresultat sei durch verschiedene Kriterien bestimmt. Hierzu gehörten u.a. die Anzahl der kürzlich verkauften Artikel und die Eindeutigkeit der Schlüsselwörter (JavaScript-Link: onlinemarktplatz).
Schlagworte:Bedeutung, eBay, Gewicht, gratis, Gratisversand, kostenfreier, mehr, Onlinemarktplatz, Versand Veröffentlicht in EBAY News+Recht | Keine Kommentare »
Dienstag, 23. Dezember 2008 von Rechtsanwältin Katrin Reinhardt
LG Coburg, Urteil vom 12.12.2008, Az. 32 S 69/08
§§ 447, 475 BGB
Nach einer Pressemitteilung des LG Coburg vom 19.12.2008 haftet ein Onlinehändler gegenüber dem Käufer, wenn er die Versicherung des Versandes übernimmt, bei einem späteren Verlust der Ware die Versicherung des Onlinehändlers auf Grund der konkreten Versicherungsbedingungen einen Schadensausgleich aber ablehnt. Es sei Sache des Onlinehändlers, so das LG Coburg, sich bei dem Paketunternehmen zu vergewissern, ob die Ware (hier: ein Goldbarren) tatsächlich von der Transportversicherung erfasst sei. Tue er dies nicht, weiche er von der vereinbarten Art der Versendung ab, weshalb er dem Kunden zum Schadensersatz verpflichtet sei. Der Onlinehändler war noch der Rechtsansicht, mit Übergabe des Paketes an das Transportunternehmen sei er von jeder Haftung frei geworden. (→ Klicken Sie bitte auf diesen Link, der JavaScript verwendet: Pressemitteilung des LG Coburg). Die Coburger Richter bestätigten damit ein Urteil des AG Coburg, Urteil vom 12.06.2008, Az. 11 C 1710/07.
Schlagworte:abgelehnt, ablehnt, Ablehnung, Coburg, Eintritt, Gefahrenübergang, Haftung, Landgericht, LG, rückversichern, Untergang, Urteil, Versand, versicherter, Versicherung Veröffentlicht in Fernabsatzrecht, Urteile & Beschlüsse | Keine Kommentare »
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